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Instagram Insights: welche Zahl dir etwas sagt und welche nicht

Du öffnest die Insights, siehst acht Kacheln mit Zahlen und machst sie nach zwanzig Sekunden wieder zu. Reichweite hoch, Likes okay, und dann? Bei mir war das monatelang so, bis ich angefangen habe, immer nur vier Werte anzuschauen und den Rest zu ignorieren.

Auf dieser Seite steht, wo die Zahlen überhaupt stehen, welche vier eine Entscheidung auslösen und welche dich zuverlässig in die falsche Richtung schicken. Am Ende gibt es einen Rechner, der dir deine Engagement-Rate für die Kontogröße einordnet.

Erst mal drankommen

Die Insights liegen in der App im Menü oben rechts, und pro Beitrag direkt darunter über „Insights ansehen". Am Rechner kommst du über die Meta Business Suite an dieselben Daten, was für längere Auswertungen bequemer ist. Voraussetzung für alles davon ist ein Profi- oder Creator-Konto, denn ein privates Konto zeigt gar keine Werte.

Die vier Zahlen, die eine Entscheidung auslösen

Die Reihenfolge ist nach Aussagekraft sortiert, nicht nach Sichtbarkeit in der App. Was weit oben in der Ansicht steht, ist selten das, was dir am meisten sagt.

  • Saves

    Jemand wollte den Beitrag behalten, um später darauf zurückzukommen. Das ist die teuerste Handlung, die ein Leser vornehmen kann, weil sie eine Absicht voraussetzt.

    Schau dir an, welche deiner Posts am meisten gespeichert werden, und mach mehr davon. Meist sind es die mit konkretem Nutzen und wenig Meinung.

  • Geteilt

    Jemand hat den Beitrag an eine konkrete Person geschickt oder in die eigene Story gelegt. Das bringt neue Leute in dein Profil, die dich vorher nicht kannten.

    Shares steigen bei Inhalten, die jemand einem Bekannten zeigen will. Frag dich beim Schreiben: Wem würde ich das selbst schicken?

  • Profilaufrufe

    Der Beitrag hat genug Interesse geweckt, dass jemand wissen wollte, wer dahintersteckt. Das ist der Schritt vom Inhalt zur Person.

    Viele Aufrufe und wenig neue Follower heißt fast immer, dass die Bio nicht beantwortet, was die Leute gerade wissen wollten.

  • Folgen durch diesen Beitrag

    Die härteste Zahl in der ganzen Ansicht. Jemand hat wegen dieses einen Beitrags entschieden, dich dauerhaft zu sehen.

    Sortier deine letzten zwanzig Posts danach. Was oben steht, ist dein Format. Nicht was dir am besten gefällt.

Die Zahlen, die dich in die Irre schicken

Reichweite als absolute Zahl. Sie hängt davon ab, wem Instagram deinen Beitrag zeigt, und darauf hast du im Einzelfall kaum Einfluss. Ein Post mit 8.000 Views und null Anfragen ist weniger wert als einer mit 200 Views und zwei DMs. Interessant wird Reichweite erst als Nenner, also im Verhältnis zu dem, was danach passiert.

Likes. Ein Like kostet den Leser nichts, entsprechend wenig sagt es aus. Es ist die Zahl, die am schnellsten steigt und am wenigsten mit Geld zu tun hat.

Follower-Wachstum pro Woche. Es schwankt so stark, dass eine einzelne Woche nichts bedeutet. Wer daraufhin die Strategie ändert, reagiert auf Rauschen. Bei zehn bis zwanzig Posts zeigt sich ein Muster, vorher nicht.

Rechne deine Engagement-Rate aus, mit Einordnung.

Der Rechner nimmt Follower und Interaktionen, gibt dir die Rate und sagt dazu, wie sie für deine Kontogröße liegt. Er zeigt außerdem, wie viel davon aus Saves und Shares kommt, denn zwei Posts mit derselben Rate können völlig unterschiedlich gelaufen sein.

Engagement-Rate-Rechner öffnen →

Von Zahlen zu einem Muster

Ein einzelner Beitrag sagt wenig. Der Sprung passiert, wenn du zwanzig davon nebeneinanderlegst und siehst, was die oberen fünf gemeinsam haben.

Woran es lag

Die Insights sagen dir, was passiert ist. Warum ein Beitrag weiterkam als der davor, steht dort nicht. Diese vier gehen der Frage nach.

Begriffe dazu

Ganzes Glossar →

Häufige Fragen

Wo finde ich die Instagram Insights?

In der App über das Menü oben rechts unter „Insights", oder direkt unter einem Beitrag über „Insights ansehen". Voraussetzung ist ein Profi- oder Creator-Konto. Ein privates Konto zeigt gar keine Werte an, die Umstellung dauert zwei Minuten.

Kann ich Instagram Insights am PC ansehen?

In der Web-Version von Instagram nur eingeschränkt. Vollständig kommst du über die Meta Business Suite im Browser heran, dort liegen dieselben Daten für Instagram und Facebook zusammen. Für die Auswertung einzelner Beiträge ist der Weg über den Desktop meist bequemer als über das Handy.

Gibt es Insights ohne Business-Account?

Nein. Ohne Profi- oder Creator-Konto liefert Instagram keine Auswertung. Das Creator-Konto ist kostenlos und lässt sich jederzeit wieder auf privat zurückstellen. Sichtbar wird dabei nur die Kategorie deines Kontos, deine Zahlen bleiben für andere unsichtbar.

Kann ich die Insights von anderen Profilen sehen?

Nein, fremde Insights sind nicht zugänglich. Von außen sichtbar sind Likes, Kommentare und die Postingfrequenz. Daraus lässt sich mehr ableiten, als die meisten denken, aber es bleibt eine Schätzung.

Welche Zahl ist die wichtigste?

Die Zahl der Personen, die einem Beitrag gefolgt sind. Sie sagt aus, dass ein einzelner Post jemanden von einer dauerhaften Entscheidung überzeugt hat. Direkt danach kommen Saves und Shares, weil sie Aufwand kosten. Likes sind die schwächste Auskunft, weil sie nichts kosten.

Warum schwanken meine Werte so stark?

Weil die Ausspielung selbst schwankt. Ein einzelner Post sagt wenig, erst eine Reihe von zehn bis zwanzig zeigt ein Muster. Wer nach jedem Beitrag die Strategie ändert, reagiert auf Rauschen.

Wenn die Zahlen stimmen und trotzdem nichts passiert

Manchmal liegt es nicht am Format, sondern am Ton. Wenn Leser beim Lesen stutzen, weil ein Text nach Maschine klingt, hilft keine Kennzahl weiter. Woran sie das festmachen, steht in der Übersicht zu KI-Text erkennen. Alle kostenlosen Werkzeuge liegen unter Tools.

Das Nebeneinanderlegen kannst du dir sparen.

Der Profil-Check liest deine echten Posts, sortiert sie nach dem, was getragen hat, und sagt dir, was die oberen gemeinsam haben. Kostenlos und ohne Kreditkarte.

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