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Content planen: erst die Richtung, dann der Kalender

Die meisten fangen beim Kalender an. Sie bauen eine Tabelle mit Wochentagen und Formaten, füllen sie zwei Wochen lang und lassen sie dann liegen. Der Grund ist selten Disziplin. Eine Tabelle gibt keine Antwort darauf, worüber man eigentlich schreiben soll.

Artur Schmidt im Studio, Gegenlicht
Ein Plan hilft erst, wenn klar ist, worauf er einzahlt. Vorher ist er eine leere Tabelle mit Wochentagen.

Diese Seite geht die Reihenfolge durch, die sich bewährt hat: erst die Richtung, dann ein Ort für Ideen, dann ein Rhythmus, den du durchhältst. Der Kalender kommt zuletzt, und oft braucht es ihn gar nicht.

Erst die Richtung

Wenn hier etwas unklar ist, hilft kein Werkzeug weiter. Die drei Beiträge klären, worüber du dauerhaft etwas zu sagen hast.

Dann ein Ort für Ideen

Ideenmangel ist fast immer ein Ablageproblem. Wer Einfälle im Moment des Auftauchens festhält, sitzt beim Schreiben vor einer Liste statt vor einer leeren Seite.

Zuletzt der Rhythmus

Die Frage lautet, was du über Monate durchhältst. Was theoretisch ginge, hilft dir nach vier Wochen wenig. Der Rest erledigt sich dann von selbst.

Der schnellste Weg zu einer Richtung führt über das, was du schon gepostet hast.

Der kostenlose Profil-Check liest deine bisherigen Beiträge und zeigt dir, welche Themen bei dir bisher getragen haben. Das ist eine bessere Grundlage als jede leere Tabelle.

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Häufige Fragen

Brauche ich einen Redaktionsplan für Instagram?

Einen Plan ja, ein Werkzeug nicht zwingend. Wer weiß, worüber die nächsten zehn Beiträge gehen, braucht keine Software. Ein Redaktionsplan wird erst dann nützlich, wenn mehrere Leute daran arbeiten oder wenn Termine im Spiel sind.

Wie viele Content-Säulen sollte ich haben?

Weniger als die üblichen drei bis fünf. Wer sein Profil in Oberbegriffe wie Mindset, Business und Alltag teilt, hat am Ende drei beliebige Themen statt einer erkennbaren Haltung. Ein einziges Thema mit verschiedenen Blickwinkeln trägt weiter.

Wie plane ich Content vor, ohne dass es steif wirkt?

Plan die Themen, nicht die Formulierungen. Wenn du zwei Wochen im Voraus weißt, worüber du schreibst, aber erst am Tag selbst wie, bleibt Raum für das, was gerade passiert. Fertig ausformulierte Posts aus dem Vormonat lesen sich meist wie Konserve.

Was mache ich, wenn mir nichts einfällt?

Meistens fehlt weniger die Idee als der Ort, an dem sie landen könnte. Wer Ideen im Moment des Auftauchens festhält, hat beim Schreiben eine Liste statt einer leeren Seite. Der zweithäufigste Grund ist eine zu unklare Richtung.

Wie oft sollte ich posten?

So oft, wie du es über Monate durchhältst. Zwei durchdachte Beiträge pro Woche schlagen fünf gefüllte. Die Regelmäßigkeit zählt mehr als die Zahl, weil sie darüber entscheidet, ob dich jemand wiedererkennt.