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Was gehört auf welche Karte?
Vorlagen gibt es genug. Was fehlt, ist die Antwort darauf, was auf Karte vier stehen soll, damit jemand auf Karte fünf wischt. Wähl dein Ziel, schieb die Kartenzahl, und du bekommst für jede Karte eine Aufgabe und die Frage, die du beim Schreiben beantwortest.
Dein Aufbau
Karte 1 · Cover
Ein Versprechen, das nach Nachschlagewerk klingt.
Was bekommt jemand hier, das er sich sonst zusammensuchen müsste?
Karte 2 · Einordnung
Zeigen, warum das gerade jetzt zählt.
Was kostet es jemanden, wenn er hier nichts ändert?
Karte 3 · Inhalt
Ein Gedanke, der die nächste Karte nötig macht.
Was ist der erste Schritt, den jemand heute tun kann?
Karte 4 · Inhalt
Ein Gedanke, der die nächste Karte nötig macht.
Woran erkennt man, dass es funktioniert hat?
Karte 5 · Inhalt
Ein Gedanke, der die nächste Karte nötig macht.
Was ist der Fehler, den fast alle an dieser Stelle machen?
Karte 6 · Inhalt
Ein Gedanke, der die nächste Karte nötig macht.
Was braucht man dafür, das nicht selbstverständlich ist?
Karte 7 · Einschränkung
Sagen, wo das nicht gilt.
Für wen ist dieser Rat die falsche Antwort?
Karte 8 · Abschluss
Alles auf einer Karte, kurz genug zum Wiederfinden.
Wenn jemand in vier Wochen nur diese eine Karte sieht, was muss darauf stehen?
Beantworte die Fragen der Reihe nach in einer Notiz-App, ohne dabei ans Layout zu denken. Erst wenn alle Antworten stehen, öffnest du dein Design-Werkzeug.
Warum der Aufbau am Ziel hängt
Ein Karussell, das gespeichert werden soll, braucht am Ende etwas zum Nachschlagen. Eines, das Kommentare bekommen soll, braucht eine Position, an der man sich reiben kann. Und eines, das zu Nachrichten führen soll, muss früh sagen, was es überhaupt zu holen gibt.
Der häufigste Fehler folgt daraus direkt: eine Handlungsaufforderung auf der letzten Karte, die vorher durch nichts gedeckt ist. „Schreib mir eine DM" auf Karte zehn funktioniert nur, wenn auf Karte acht stand, was danach passiert. Genau deshalb schiebt der Planer beim Nachrichten-Ziel eine eigene Karte davor ein.
Die Karte, die fast immer fehlt
Ab etwa sieben Karten baut der Planer eine Einschränkung ein: eine Karte, auf der steht, für wen der Rat die falsche Antwort ist. Das fühlt sich beim Schreiben verkehrt an, weil man dort gerade überzeugen will.
Sie macht den Rest trotzdem glaubhafter. Ein Beitrag, der überall gilt, gilt nirgends besonders, und Leser merken das. Wer eine Grenze zieht, zeigt damit, dass er den Fall schon erlebt hat, in dem es nicht funktioniert.
Wenn der Aufbau steht
Beantworte die Fragen am Stück, in einer Notiz-App, ohne ans Layout zu denken. Danach liegen alle Karten als Text nebeneinander, und du siehst auf einen Blick, wo sich zwei wiederholen. Im Design-Werkzeug siehst du das nie, weil du immer nur eine Karte gleichzeitig anschaust.
Wie es danach weitergeht, steht im Beitrag zum Texten vor dem Layouten. Die Maße für die Karten stehen im Beitrag zum Format, und der komplette Überblick liegt in der Übersicht zu Karussells texten statt designen.
Häufige Fragen
Wie ist ein Instagram-Karussell aufgebaut?
Karte eins öffnet eine Frage, die letzte schließt sie, und dazwischen liegt pro Karte ein Gedanke. Ab etwa sieben Karten lohnt sich eine Karte, die eingrenzt, für wen der Rat nicht gilt. Genau diese Karte fehlt in fast allen Karussells und macht die anderen glaubhaft.
Wie viele Karten sollte ein Karussell haben?
Sieben bis zehn sind der übliche Bereich, zwanzig erlaubt Instagram. Unter fünf greift der Wisch-Effekt kaum, ab elf steigt die Zahl der Leute spürbar, die vorher abspringen. Die Zahl selbst entscheidet aber wenig: Es zählt, ob jede Karte einen Grund liefert, die nächste anzusehen.
Warum schreibt der Planer meine Slides nicht?
Weil ein Formular nicht wissen kann, was du erlebt hast, und genau das ist der Teil, der ein Karussell von einer Vorlage unterscheidet. Was das Werkzeug leisten kann, ist die Struktur und die richtige Frage pro Karte. Die Antwort darauf hast nur du.
Was gehört auf die letzte Karte?
Das hängt am Ziel. Wer gespeichert werden will, fasst zusammen, was man wiederfinden können muss. Wer Kommentare will, stellt eine Frage, die er selbst nicht beantworten kann. Wer Nachrichten will, nennt ein Stichwort und was danach passiert. Eine Handlungsaufforderung ohne Deckung durch den Rest wirkt wie eine Anzeige.
Muss ich das Thema eingeben?
Nein, das Feld ist optional und dient nur dir. Der Aufbau hängt am Ziel und an der Kartenzahl. Nichts von dem, was du eintippst, verlässt deinen Browser.
Was mache ich mit dem Ergebnis?
Beantworte die Fragen der Reihe nach in einer Notiz-App, ohne ans Layout zu denken. Erst wenn alle Antworten stehen, öffnest du dein Design-Werkzeug. Umgekehrt quetschst du Sätze in Kästen, die vor ihnen da waren.