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Engagement-Rate berechnen und richtig einordnen
Eine Prozentzahl allein sagt dir wenig. Interessant wird sie erst im Verhältnis zu deiner Kontogröße und wenn du siehst, woraus die Interaktionen bestehen. Beides rechnet dieser Rechner mit aus.
Dein Konto
Der Post
Trag deine Follower-Zahl und die Interaktionen eines Posts ein, dann rechnet es sofort.
Die Formel
Alle Interaktionen eines Posts zusammenzählen, durch die Bezugsgröße teilen, mal 100. Bei 1.000 Followern und 30 Interaktionen ergibt das 3 Prozent.
Interaktionen sind hier Likes, Kommentare, Saves und Shares. Manche Rechner zählen nur Likes und Kommentare, weil die früher als Einzige öffentlich sichtbar waren. Für eine Aussage über deinen Inhalt ist das die schwächere Rechnung: Ein Like kostet den Leser nichts, ein Save kostet eine Entscheidung.
Warum die Kontogröße die Zahl verschiebt
Die Follower-Zahl steht im Nenner. Bei 400 Followern reichen sechzehn Reaktionen für 4 Prozent, bei 100.000 Followern brauchst du dafür viertausend. Genau deshalb liest man ständig, dass kleine Konten die besseren Raten haben. Das ist keine Leistung, sondern Arithmetik.
| Kontogröße | üblich um | gut ab |
|---|---|---|
| unter 1.000 Follower | 4 % | 6 % |
| 1.000 bis 10.000 | 2,5 % | 4 % |
| 10.000 bis 50.000 | 1,8 % | 3 % |
| 50.000 bis 250.000 | 1,2 % | 2,2 % |
| über 250.000 | 0,9 % | 1,6 % |
Das sind Größenordnungen aus Branchen-Benchmarks und keine Messwerte aus unserem eigenen Datensatz. Sie taugen zur Einordnung, nicht als Ziel.
Was die Rate dir nicht sagt
Sie misst Reaktionen. Sie misst keine Anfragen, keine Verkäufe und keine Kundinnen. Ich habe Konten gesehen, die bei 200 Views pro Post fünfstellig verdienen, und andere mit 20.000 Views und leerem Kalender. Wie das zusammenpasst, steht in Reichweite gegen Umsatz.
Am meisten bringt die Rate im Vergleich deiner eigenen Posts untereinander. Welches Format zieht bei dir, welches Thema, welcher Einstieg. Dafür brauchst du keine Benchmark, sondern deine eigenen letzten zwanzig Posts. Was man daraus lesen kann, steht im Überblick zu Instagram Insights.
Häufige Fragen
Wie berechnet man die Engagement-Rate auf Instagram?
Alle Interaktionen eines Posts zusammenzählen (Likes, Kommentare, Saves und Shares), durch die Follower-Zahl teilen und mit 100 multiplizieren. Bei 1.000 Followern und 30 Interaktionen sind das 3 Prozent. Wer die Aussagekraft für einen einzelnen Post erhöhen will, rechnet statt auf Follower auf die Reichweite dieses Posts.
Was ist eine gute Engagement-Rate?
Das hängt an der Kontogröße, und zwar stark. Unter 1.000 Followern sind 4 Prozent üblich, ab 50.000 sind 1,2 Prozent normal. Der Grund ist rechnerisch: Die Follower-Zahl steht im Nenner, und bei wenigen Followern bewegt ein einzelner Kommentar viel. Eine Rate ohne Angabe der Kontogröße zu vergleichen ergibt keinen Sinn.
Soll ich auf Follower oder auf Reichweite rechnen?
Auf Follower, wenn du dich mit anderen Konten vergleichen willst, denn so machen es alle Benchmarks. Auf Reichweite, wenn du wissen willst, wie gut ein einzelner Post bei den Leuten ankam, die ihn tatsächlich gesehen haben. Der zweite Wert liegt naturgemäß höher und lässt sich nicht gegen Benchmarks halten.
Zählen Saves und Shares mit in die Engagement-Rate?
In dieser Rechnung ja, und das aus gutem Grund. Ein Like kostet den Leser nichts, ein Save kostet eine Entscheidung. Zwei Posts mit derselben Rate können völlig unterschiedlich gelaufen sein, je nachdem woraus die Interaktionen bestehen. Deshalb zeigt der Rechner den Anteil von Saves und Shares extra an.
Wo finde ich Saves und Shares in den Instagram Insights?
In der Insights-Ansicht eines einzelnen Beitrags unter den Symbolen neben Likes und Kommentaren. Du brauchst dafür ein Profi- oder Creator-Konto, ein privates Konto zeigt diese Werte nicht an. Die Umstellung dauert zwei Minuten und kostet nichts.
Ist eine niedrige Engagement-Rate schlimm?
Nicht zwangsläufig. Sie misst Reaktionen, keine Umsätze. Ein Konto mit 200 Views und einer klaren Zielgruppe kann mehr verdienen als eines mit 20.000 Views ohne Angebot. Die Rate ist ein Vergleichswert für deine eigenen Posts untereinander, kein Geschäftsergebnis.